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Ganztagsschule

Allgemeines

Die Blücherschule-Europaschule ist eine fünf- und sechszügige Ganztagsgrundschule in gebundener Form (Profil 3). Sie liegt im Westend von Wiesbaden, einem sozialgemischten Stadtgebiet: Hier wohnen bildungsnahe als auch bildungsferne Familien aus 167 Nationen in räumlicher Nähe. Letztere sind in den Bereichen „soziale/kulturelle Teilhabe, ökonomische Sicherheit und Bildungschancen“ benachteiligt.

Entsprechend dieser Mischung lernen Kinder aus unterschiedlichen Familiensituationen an unserer Schule miteinander. Sie tragen mit ihren Erfahrungen, Fähigkeiten und Kenntnissen zu einem vielfältigen Bild vom Leben in unserem Stadtteil bei. In allen Lerngruppen bestehen Unterschiede im Lern- und Sozialverhalten, im Leistungsvermögen, sowie in der emotionalen Entwicklung.

Diese Heterogenität ist Grundlage unseres pädagogischen Handelns. Das Kollegium arbeitet mit offenen Unterrichtsformen, d.h. Tages- und Wochenplanarbeit, Stationenlernen, Gruppenarbeit und Individualisierung, um die unterschiedlichen Lernweisen der Kinder zu berücksichtigen.

Als wir uns 2004 auf den Weg zur Ganztagsschule begeben haben, war uns klar, dass nur die Form der gebundenen Ganztagsschule – also Profil 3 - für alle Schulkinder die besten Bildungschancen bietet. Sie entspricht dem Qualitätsbereich Lehren und Lernen des Hessischen Referenzrahmens Schulqualität (HRS) zur Weiterentwicklung der Lehr- und Lernkultur im Sinne einer inklusiven Schule, mehr Zeit für Lernen, mehr Raum für Lernen, Kooperation im Stadtteil und Teamarbeit im Kollegium. Die Ganztagsschule im Profil 3 ermöglicht den Ausgleich von Bildungschancen und Inklusion sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Leben und Lernen im Ganztag

Ganztagsschule ist mehr als nur ein Ort des Lernens. Bei einer täglichen Anwesenheitszeit der Kinder von teilweise mehr als acht Zeitstunden wird die Schule zum Lebensort. Im Mittelpunkt stehen neben der Wissensvermittlung auch der ganzheitliche Blick auf die Kinder und die Freizeitpädagogik. Durch unsere Rhythmisierung und räumlichen und zeitlichen Strukturen können wir über den ganzen Tag eine Umgebung für die Kinder schaffen, die ihre unterschiedlichen Lernweisen, Entwicklungsstände und Bedürfnisse berücksichtigt.

Alle Kinder haben die Möglichkeit von 7:30 bis 16/17 Uhr in der Schule zu sein. Dadurch haben wir ausreichend Zeit für Unterricht und Angebote. Der Umfang der Unterrichtszeit unterscheidet sich nicht von dem an einer Halbtagsschule, wir verteilen sie auf den ganzen Tag. In der darüber hinausgehenden Anwesenheitszeit der Kinder bieten wir Angebote an, die den Unterricht ergänzen oder weiterführen – Fordern und Fördern, Lernzeiten, Instrumentalunterricht, Soziales Lernen - Kinderzeiten, Pausenzeiten und Freizeitangebote.

„Zeit für mehr“ – unser Zeitkonzept

Eine Voraussetzung für sinnvolles Lernen, Lehren und Leben in der Ganztagsschule ist ein veränderter Stundenplan. Unterricht findet vormittags und nachmittags statt, unterrichtsergänzende Angebote, gebundene und offene Freizeit ebenfalls. Der erweiterte Zeitrahmen bietet die Chance für eine neue Rhythmisierung des Schultages unter Berücksichtigung kindgerechter Arbeitsrhythmen  mit wechselnden Belastungs- und Entlastungsphasen.  Darüber hinaus eröffnen sich bessere Möglichkeiten für eine individuellere Förderung des einzelnen Kindes. Die zusätzliche Zeit dient der „Entschleunigung“, erleichtert die innere Differenzierung und freie Arbeit und fördert Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der Kinder.
Deshalb wird ein Teil des Unterrichtes für alle Kinder auch auf den Nachmittag gelegt und stattdessen am Vormittag längere Erholungs- und Spielphasen mit sinnvollen freizeitpädagogischen Angeboten für die Kinder eingeplant. Unterrichtszeit, Freizeit und Schulleben sind in der Ganztagsschule verzahnt und bilden eine Einheit über den ganzen Tag.

Der Raum als „dritter Pädagoge“

Kinder, die den ganzen Tag in der Schule verbringen, brauchen mehr Platz zum Lernen und „Leben“. Jeder Jahrgang hat zusätzlichen Raum für unterschiedliche Aktivitäten zur Verfügung. Damit die Schule Lern- und Lebensraum sein kann, gestalten wir unsere Räume und Flure so, dass sie Nutzungen für Lernen, Freizeit, Angebote, Spielen ermöglichen. Im Mittelpunkt steht also nicht nur der Unterricht, auch Freizeitangebote oder freie Lernzeiten haben ihren festen Platz.

  • Gestaltung der Räume
  • Besondere Lernbereiche

Gebundene Ganztagsschulen nehmen allein durch die tägliche Anwesenheitsdauer der Kinder einen großen Teil ihrer Zeit in Anspruch. Darum holen wir sportliche und kulturelle Angebote des Stadtteils in die Schule. Wir beziehen möglichst vielfältige außerschulische Kooperationspartner in das Schulleben ein.

  • Öffnung der Schule nach innen
  • Öffnung der Schule nach außen
  • Kooperationspartner